«Die Anlage versorgt 2000 Haushalte mit grünem Gas. Suberi Sach.»

Mit dem zukunftsweisenden Power-to-Gas-Verfahren.

Bestehende Infrastrukturen nutzen und ergänzen.

Die Power-to-Gas-Anlage in Dietikon produziert ab Winter 2021/22 CO2-neutrales erneuerbares Gas aus Abwasser und Abfall. Sie wird an die bestehende Infrastruktur von Limeco – die Abwasserreinigungsanlage (ARA) und die Kehrichtverwertungsanlage (KVA) – gekoppelt. Schweizweit wird es die bisher grösste Power-to-Gas-Anlage sein.

Stefano Kunz, Präsident des Limeco Verwaltungsrates, über das Projekt und den Standort der Power-to-Gas-Anlage.

Die Anlage im Überblick.

Die Limeco Power-to-Gas-Anlage ist in die Abwasserreinigungsanlage (ARA) und die Kehrichtverwertungsanlage (KVA) integriert. Ideal gelegen, hat sie alles in unmittelbarer Nähe, was es für die Produktion von grünem Gas benötigt: Strom, Klärgas und Abermillionen fleissige Mikroorganismen, die den Prozess der Gasproduktion vollziehen.

Die Anlage im Überblick

Die Anlage im Überblick

Elektrolyse:

  1. Elektrolysestacks
  2. Wasseraufbereitung

Biologische Methanisierung:

  1. Gasaufbereitung
  2. Methanisierungsreaktor
  3. Gasreinigung

Gebäudetechnik:

  1. Medienverteilung
  2. Wärme-/Kälteverteilung

Elektro:

  1. Transformatoren
  2. Steuerung (EMSRL)

Die Funktionsweise von Power-to-Gas.

Die Umwandlung von Strom zu Gas erfolgt in drei wesentlichen Schritten: die Elektrolyse zur Gewinnung von Wasserstoff, die Methanisierung durch Mikroorganismen und die Reinigung des Gases zur Einspeisung ins Gasnetz.

Thomas Di Lorenzo, Leiter Abwasser­wirtschaft Limeco, über die neue Power-to-Gas-Anlage

So funktionierts im Detail: Der erneuerbare Strom aus der KVA wird genutzt, um Wasser (H2O) in Sauerstoff (O2) und Wasserstoff (H2) zu spalten – die sogenannte Elektrolyse. Der Wasserstoff gelangt zusammen mit Klärgas aus der ARA in einen Bioreaktor. Emsige Mikroorganismen, sogenannte Archaeen, produzieren aus dem Wasserstoff und dem im Klärgas enthaltenen CO2 Methan (CH4). Chemisch weist es die gleichen Eigenschaften auf wie Erdgas. Wird es verbrannt, entsteht CO2. Im Unterschied zum fossilen Erdgas ist dieses CO2 jedoch Teil des natürlichen Stoffkreislaufs, denn es war nur kurzzeitig in pflanzlichen Nahrungsmitteln gebunden und ist via unsere Verdauung in die Abwasserreinigung und ins Klärgas gelangt. Es ist also CO2-neutral.

Damit das erneuerbare Gas die Vorgaben für die Einspeisung ins Gasnetz erfüllt, wird es anschliessend gereinigt. Unter anderem muss sichergestellt sein, dass nicht mehr als zwei Prozent Wasserstoff darin enthalten sind.

Fliessbild

Wie sich das Verfahren im Detail gestaltet, beziehungsweise wie in der Power-to-Gas-Anlage aus Abfall und Abwasser erneuerbares Gas entsteht, erfahren Sie hier.

Aktueller Projektstand

4000 – 5000 t

CO2-Reduktion sind dank der Anlage pro Jahr möglich. Das entspricht in etwa den Emissionen von 2000 Haushalten pro Jahr.

2 Mio. m³

Klärgas werden jährlich für die Energieproduktion verwertet. Das entspricht dem Volumen einer Turnhalle in der Grösse von 50 x 20 x 20 Metern.

18 GWh

erneuerbares Gas erzeugt die Anlage pro Jahr. Damit können 2000 Haushalte ein Jahr lang heizen.

2.5 MW

Zwei Elektrolyseeinheiten mit je 1.25 MW Leistung produzieren Wasserstoff. Mit insgesamt 2.5 MW Elektrolyseleistung ist es die bisher grösste Power-to-Gas-Anlage der Schweiz.

CHF 14 Mio.

betragen die Investitionen in den Bau der Anlage.

Visualisierung

Visualisierung der Power-to-Gas-Anlage von Limeco

Noch Fragen zur Power-to-Gas-Anlage von Limeco?

Noch Fragen zur Power-to-Gas-Anlage von Limeco?